Der lokale AktionsplanAllgemeines Der lokale Aktionsplan ist die Grundlage des Förderprogramms "STÄRKEN vor Ort" in Hainholz. Er ist bei den einzelnen Mikroprojekten Grundlage der entsprechenden Projektideen. Problemlagen Das Programm "STÄRKEN vor Ort" verfolgt das Ziel, die Bedingungen zur sozialen und beruflichen Integration von Frauen und Jugendlichen im Stadtteil Hainholz zu verbessern. A Nach jahrelangem erheblichem Missmanagement der Mietwohnungen wurden bauliche Missstände zwar zwischenzeitlich verbessert, dennoch leben im Fördergebiet viele Menschen mit einer Häufung von sozialen und wirtschaftlichen Problemen. Frauen mit Migrationshintergrund und Jugendliche sind besonders betroffen. Sie finden ihre Probleme bei Nachbarn wieder, können aber kaum Lösungsansätze entwickeln. B Viele Frauen und Jugendliche haben nicht genügend Motivation oder Kompetenzen, sich selbst zu helfen. Sehr viele Familien leben in engen finanziellen Verhältnissen, Frauen haben durch familiäre Pflichten nur geringe Chancen auf Arbeitsaufnahme. C Arbeitslosigkeit ist häufig manifestiert. Jugendlichen fehlt der Beruf der Eltern zur Berufs- oder Lebensplanung. Arbeit bietet kaum finanzielle Vorteile, wird selten als Folge eigener Anstrengung oder Qualifikation empfunden und schnell aufgegeben bzw. abgebrochen. D Eine hohe Anzahl von Menschen verfügt über kein entsprechendes soziales oder schulisches Fundament. Deutsche bilden oft Teilfamilien, die Mütter sind alleinerziehend. Den Frauen erschwert vordergründig die Kinderbetreuung den Zugang zur Arbeit, sie finden häufig nur Beschäftigungen am Nachmittag bzw. Abend. E Viele haben Schwellenängste bei der Nachfrage nach Angeboten. Einige Frauen mit Migrationshintergrund sind in ihren Gruppen hoch engagiert, scheuen sich aber, sich in Netzwerke einzubringen, vermutlich wegen Sprachproblemen bzw. Ängsten im Umgang mit Behördenmitarbeitern, Finanzfragen etc. F Für Familien mit und ohne Migrationshintergrund ist der Kindergarten nicht selbstverständlich: Ihre Kinder werden mit sprachlichen und kulturellen Defiziten eingeschult, Defizite der schulischen/sozialen Integration wirken sich dann beim Scheitern im Übergang Schule/Beruf als Jugendliche aus. G Migranten leben beengt mit 3 Generationen mit erwachsenen Kindern. Viele sind (sprachlich) nicht eingegliedert. Ängste der Älteren vor dem Verlust der eigenen kulturellen Identität bewirkt, dass Kinder/Jugendliche, besonders Mädchen, nicht auf die Erwartungen vorbereitet sind. |
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