Sozialdaten

Für das Untersuchungsgebiet wurde im Jahre 2000 eine demographische und soziale Untersuchung durchgeführt. Eine Fortschreibung ist für Ende 2004 / Anfang 2005 vorgesehen.

A) Demographische und soziale Struktur

Die Einwohnerzahl des Untersuchungsgebietes lag bei 2.352 Personen, bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl Elmshorns mit rd. 47.360 Einwohnern sind dies etwa 5 %.

Von der Gesamteinwohnerzahl des Untersuchungsgebietes waren 1.211 weiblich (51,5 %) und 1.141 männlich (48,5 %). 973 Personen waren verheiratet (41,4 %) und 1.379 Personen waren ledig bzw. befanden sich in einem nicht verheirateten Verhältnis (58,6 %).

Aufgrund der Untersuchung wurde festgestellt, dass im Untersuchungsgebiet 666 der Bewohner des Untersuchungsgebietes Ausländerinnen und Ausländer (28,3 %) waren und 163 Bewohnerinnen und Bewohner gehörten zur Bevölkerungsgruppe Aussiedlerinnen und Aussiedler (6,9 %). Die Ausländerkonzentration in Elmshorn lag seinerzeit bei 13,2 %, was auf eine hohe Ausländerkonzentration innerhalb des Untersuchungsgebietes hinweist.

Insgesamt 152 Kinder waren jünger als 3 Jahre (6,5 %), die Zahl der Kinder im Vorschulalter lag bei 94 Personen (4,0 %), 169 Kinder befanden sich im Grundschulalter (7,2) und weitere 365 Personen waren unter 18 Jahre alt (15,5 %). Zu der Gruppe von 19-27 Jahre gehörten 276 Personen (11,7 %), weitere 1.155 Personen befanden sich in der Altersgruppe 28-65 Jahre (49,1 %) und weitere 142 Personen waren älter als 65 Jahre alt (6,0 %). Aufgrund dieser Untersuchung gehörte fast die Hälfte der Bevölkerung (44,9 %) zu der Altersgruppe 0-27 Jahre, die nur teilweise den Arbeitsmarkt in Anspruch nimmt. Der Anteil der Personen im Rentenalter im Untersuchungsgebiet betrug (6,0 %) und liegt damit stark unterhalb des städtischen Durchschnittes (9,4 %).

Insgesamt 664 Personen (28,2 %) erhielten seinerzeit Sozialhilfe, davon waren 343 Personen weiblich und 321 Personen männlich. 272 Sozialhilfeemfängerinnen bzw. Sozialhilfeempfänger waren Deutsche (41, 0 %), 293 Personen waren Ausländerinnen und Ausländer (44,1 %) und 99 Personen gehörten zu der Gruppe der Aussiedlerinnen und Aussiedler (14,9 %). Bezogen auf die Gesamteinwohnerschaft des Untersuchungsgebietes lag der Anteil der Sozialhilfeemfängerinnen und Sozialhilfeempfänger bei den Deutschen bei 17,9 %, bei den Ausländern und Ausländerinnen bei 44,0 % und bei den Aussiedlern bzw. Aussiedlerinnen bei 60,7 %.

Im Jahr 2000 waren 8,5 % der Elmshorner erwerbsfähigen Personen arbeitslos, dagegen lag die Arbeitslosenzahl im Untersuchungsgebiet bei 22,4 %. Auch diese Zahl verdeutlichte, dass im Untersuchungsgebiet die vorhandene soziale Struktur nicht funktionieren konnte.

B) Belegungsdichte/Leerstand und Haushaltsstärke

Im Untersuchungsgebiet sind insgesamt 937 Wohnungen vorhanden. Aufgrund der neuesten Untersuchung sind rd. 870 Wohnungen belegt. Im Vergleich zur Untersuchung vom August 2000 waren 815 Wohnungen belegt.

Die Belegungsdichte der Wohnungen beträgt zurzeit rd. 92 % , im August 2000 waren es 87,0 %.

Nach Auskunft des Haupteigentümers existiert in Hainholz auch weiterhin kein Leerstand. Nur im Punkthaus Hainholzer Damm 9 sind einige Wohnungen bewusst nicht wiedervermietet worden, da im Einvernehmen mit dem Stadtteilmanagement ein neues Konzept für dieses Gebäude angestrebt wird.

Die Haushaltsstärke in Elmshorn lag im Jahr 2000 bei 2,1 Personen/Haushalt und im Untersuchungsgebiet bei 2,9 Personen /Haushalt.

C) Öffentliche und private Infrastruktur

Im Untersuchungsgebiet ist eine Kindertagesstätte mit 100 Plätzen vorhanden. Darüber hinaus existiert neben der Kindertagesstätte ein Gemeindehaus der Evangelischen Kirche mit einer Begegnungsstätte.

Im Frühjahr 2004 hat ein neues Nahversorgungszentrum im Stadtteil eröffnet. Somit ist nach der zum 01.01.2003 erfolgten Schließung des im Gebiet liegenden Supermarktes wieder eine entsprechende Versorgung der Menschen gesichert. Zusätzlich gibt es im Untersuchungsgebiet einen kleinen türkischen Lebensmittelladen.

Die AWO verfügt im Untersuchungsgebiet über ein Beratungszentrum, diese Einrichtung wird durch ein Therapiezentrum ergänzt. Um die Bewohnerinnen und Bewohner des Untersuchungsgebietes zu unterstützen, hat die Stadtverwaltung im Untersuchungsgebiet ein Stadtteilbüro eingerichtet. Der Verein "Die Frischlinge", der hauptsächlich in der Jugendarbeit aktiv ist, hat ein Zentrum innerhalb des Untersuchungsgebietes.

Angrenzend an das Untersuchungsgebiet gibt es alle Schultypen, Sportanlagen und weitere Kindergärten und ein Jugendzentrum. Die Potentiale dieser Angebote gilt es für das Untersuchungsgebiet zu nutzen und die Flächen als mögliche Fördergebiete zu benennen.

Auch ein Technikgebäude der Telekom ist im Untersuchungsgebiet vorhanden.

Unter welchen Voraussetzungen besteht eine Chance, die oben aufgeführten Bewohnergruppen für den Stadtteil Hainholz zu interessieren?

• Der Wohnungsbestand muss größtenteils umfassend saniert und modernisiert werden.

• Das Wohnumfeld muss sich vom Negativbeispiel (ungepflegt, dreckig, kaputt, unsicher) zum Positivbeispiel wandeln.

• Die Freiflächenpotentiale müssen entsprechend umgesetzt sein (Schulcampus, Sportpark Hainholz, Bespielbares Hainholz).

• Es muss ein attraktives neues Leitbild formuliert sein, das Identifikation schafft und für das aktiv geworben wird.

Das Freiflächenpotential ist ein wesentliches Entwicklungspotential in Hainholz. In Elmshorn wird ein unterdurchschnittlicher Anteil öffentlicher Grünfläche pro Einwohner vorgehalten. Um so mehr Attraktivität könnte die "Stadt im Park" entfalten.

Insgesamt wird durch das Wohnraumversorgungskonzept und die neue Datenerhebung zum Ende des Jahres 2004 bzw. zu Beginn des Jahres 2005 eine genauere Ausrichtung der wohnungswirtschaftlichen Maßnahmen möglich sein.